Du musst von einem Ort abreisen um an einem anderen anzukommen!
Viele kennen mich sicherlich, da ich seit August 1991 mich dem Cheerleading verschworen habe.
Für die, die es noch nicht tun, möchte ich mich kurz vorstellen: Mein Name ist Vesna Mitrovska und jetzt kommt eine Neuigkeit, die für einige neu ist: Am 05.05.07 haben mein Mann Aleksandar und ich uns das JA–Wort gegeben. Somit bin ich jetzt Vesna Stanic. Neuer Name, aber der Inhalt bleibt derselbe!
Im Alter von 13 Jahren habe ich mit dem Cheerleading angefangen und seitdem als ständigen Leistungssport betrieben. 4–5x die Woche war keine Seltenheit, gerade zu Meisterschaften. Ein Termin jagte den nächsten, wenn gerade keine Saison war, trainierten wir für Meisterschaften und von einer Qualifikation hofften wir auf die nächste.
Das grösste Ziel, das wir erreicht haben, war die Qualifikation 2004 für die Europameisterschaft in Stockholm sowie die Teilnahme für einige von uns an den NCA Championships in Daytona Beach, Florida im April 2006 als All–Star–Team.
Wenn ich auf meine Karriere zurückblicke, bin ich so was von glücklich diese Zeit erlebt haben zu dürfen: auch war ich einige Jahre NCA–Instructor, eine grosse Ehre damals für mich!
Dieses Jahr haben wir es wieder geschafft uns für eine Europameisterschaft zu qualifizieren, nachdem wir uns den Deutschen Vizemeister–Titel erkämpft haben.
Nun zum Grund dieses Artikels:
Für mich als Aktiver und Trainer wird es keine Meisterschaften mehr geben (die Deutsche Meisterschaft war die letzte): ich habe mich noch im Jahr 2006 dafür entschieden, das Cheerleading als etwas im Herzen zu behalten, das ich niemals vergessen werde, aber irgendwann die Zeit für jeden von uns gekommen ist und auch noch kommen wird, an dem es Zeit ist, Abschied zu nehmen. Das gilt nicht nur für sportliche Aspekte.
Als ich damals mit dem Sport anfing war ich ein Kind, wuchs zum Teenager heran und zwischenzeitlich auch zu einer kleinen Frau. Anfang nächsten Jahres werde ich meinen 30. Geburtstag feiern.
All die Phasen im Leben habe ich immer mit Cheerleading gefüllt, es war alles für mich, ich habe alles gegeben. Als kleines Mädchen euphorisch, als Teenager motiviert und als heranwachsender Sportler eine Person mit einem harten Kiefer um sich durchzubeissen und ein Wille und eine Liebe zu dem Sport, der nie gebrochen werden kann.
Nun kam eine Wende in meinem Leben: Ich lernte meinen Mann kennen und nun begriff ich so langsam das das Leben nicht nur aus Cheerleading bestehen kann. Aber wenn du 4x die Woche zum Training gehst, dann noch Trainer des Teams bist, hört es bei 4x die Woche nicht auf. Du bist also ständig Cheerleader. Selbst mit Ende eines Trainingstages arbeitest du im Kopf weiter.
Für mich kam der Punkt an dem ich entscheiden musste. Nicht mehr lange und ich hätte das Cheerleading als Aktiver eh aufgeben müssen. Dann die Frage: machst du als Coach weiter? Coachen würde bedeuten, dieselbe Zeit opfern, nur nicht mehr rumturnen mit dem Team. Viele Fragen, die mir im Kopf rumschwirrten...
Da ich schon immer ein verdammt ehrgeiziger Mensch gewesen bin, kam für mich das coachen an sich auch nicht so recht in Frage. Ich sollte in Cheer–Rente gehen und nur noch zuschauen? Nein, ich glaube das könnte ich nicht. Dazu bin ich zu sehr Athlet.
Der Wunsch nach einer Familie ist gross und dazu braucht man Zeit und Ruhe. Das alles möchte ich meiner Familie auch geben und nicht zwischen Training und Meetings das private Leben versuchen so halbwegs zu managen. Wenn du eine Sache machst, dann mach sie 150% und nicht halbherzig, sonst bekommst du sie halbherzig zurück.
Für mich gab es schon immer „ganz oder gar nicht" und ich weiss, man kann nicht beides mit vollem Herzen machen und so musste ich mich entscheiden.
Irgendwann wird für jeden Tag dieser Tag kommen und auch meine Cheerleader wussten, das es einiges Tages kommt.
Aber welch schöneren Grund kann es geben, um aufzuhören? Ich habe mir immer gewünscht, nie aufhören zu MüSSEN, weil ich mich verletzte habe oder keine Zeit mehr wg. der Arbeit habe. So mussten es viele und leiden noch heute darunter. Denn sie konnten nie einen Abschluss finden, weil sie den Abschluss nicht für sich selber entschieden haben.
Umso glücklicher bin ich, das der liebe Gott mich immer begleitet hat und ich solange weitermachen konnte, wie ich wollte, bis ich für mich entschieden habe, das nun der Schluss gekommen ist.
All die Jahre hat man für diesen Sport alles geopfert und aufgegeben. Zum Training zu gehen war wie die Pflicht zur Arbeit zu gehen. Du konntest nicht fehlen, du konntest einfach nicht, egal wie krank man auch manchmal war. Deine Disziplin hat es nie zugelassen.
Das ganze Leben hat man nach dem Cheerleading geplant, Termine hin und her geschoben und meine Liebsten haben immer hinter mir gestanden und waren für mich da.
Jetzt ist es meine Zeit für meinen Mann, meine Familie und meine Freunde da zu sein, wann Sie mich brauchen und nicht, wann ich Zeit habe.
Ich will betonen, das ich das alles gern gemacht habe und mit vollem Herzen, aber es beginnt eine neue Phase im Leben, auf die ich mich sehr freue. Wie sagt man so schön: „mit einem lachendem und einem weinenden Auge..."
Das Cheerleading hat mir immer sehr viel gegeben und ich werde es nie vergessen können. STREAKS werden immer ein Teil von mir sein, ich bin STREAK, schliesslich bin ich Erfinder dieses Namens und Gründerin dieses Teams. Nicht umsonst heisst es: bist du einmal STREAK, bist du immer STREAK!
Mit dem Beenden meiner Zeit als Cheerleader und Trainer wird auch der Name STREAKS seine letzte Ruhestätte finden; und zwar zum letzten Spiel der Saison. Das bedeutet nicht, das das Team sich auflöst. Einige meiner sehr alten Weggefährten haben mit mir den Weg beendet. Für all die Jüngeren im Team heisst es das sie weitermachen werden. So soll es auch sein und ich wünschte ich könnte Sie auf ihrem Weg weiter begleiten. Aber auch ich habe ein Leben und ich denke, ich habe diesem Team über all die Jahre hinweg alles von mir gegeben was ich geben konnte. Ich habe meine ganze Liebe in dieses Team gesteckt.
Und mit dem Sport hört das STREAKS–SEIN nicht auf. Immer habe ich meinem Team gesagt, das was ihr hier lernt, wird eine Lehre für euer weiteres Leben sein. Ihr werdet soviel dazu lernen, das ihr später noch gebrauchen könnt. Denn auch das Leben ist wie eine Meisterschaft. Es läuft nicht immer alles rund, jeder Tag ist mit neuen überraschungen gespickt, du wirst lernen müssen, dich auch im „reelen" Leben durchboxen zu müssen. Du wirst lernen müssen, mit Menschen im Team zusammen zu arbeiten, mit denen Du vielleicht nicht unbedingt deine Freizeit verbringen würdest. Respekt, Ehre, Disziplin und Stolz sind einige der wenigen Sachen, die man dir im Leben niemals nehmen darf. Sonst bist du ein Niemand!
Und bevor es jetzt zu stundenlangen Telefonaten und Vermutungen kommen wird, möchte ich eins noch betonen: „die STREAKS" waren von Anfang bis zum Ende eine Mauer aus Granit.
Wir haben uns nicht verstritten oder sind im Bösen auseinander gegangen.
Das habt ihr aus erster Quelle, vom Coach persönlich, egal was es viell. für Tratschereien auch geben wird und vermutlich schon lange gibt. Es ist alles nicht wahr!
Die STREAKS sind mir heilig und das werden sie auch immer bleiben, denn sie sind mir nicht nur als Cheerleader ans Herz gewachsen, sondern, und das ist viel wichtiger, als Menschen. Nie würde ich über sie was kommen lassen.
Zum Abschluss mag noch gesagt sein, das ich all den Menschen danken möchte, die mich in all den Jahren unterstützt haben und die hinter dem Team und dem Glauben gestanden haben.
Einige haben nicht verstanden worum es geht und werden es wohl ein Leben lang nie. Die die geblieben sind, werden für immer etwas Wundervolles in ihrem Herzen behalten.
Meine ganzen Erinnerungen trage ich im Herzen und die kann mir nie wieder jemand nehmen. Ich bin so dankbar für die Zeit, die ich gehabt habe mit diesem Team aus Gold. Mein letzter Satz, den ich hier noch zu sagen habe an die Streaks:
„Es war mir eine Ehre mit euch auf der Matte gestanden zu haben und euch gecoacht haben zu dürfen".
In ewiger Verbundenheit und Liebe
Euer CoAcHi
Alles hat ein Ende
08.08.07 Alles hat ein Ende
24.06.07 Streaks kommen mit dem 6. Platz aus Dänemark zurück!
11.06.07 Sommermärchen 2007
24.04.07 Frühjahrsmüdigkeit? Nicht bei den Streaks!
03.04.07 Wir haben es geschafft! Streaks sind Deutscher Vize-Meister 2007!
19.03.07 Streaks packen die Koffer: Auf zur Deutschen Meisterschaft nach Riesa!
02.06.06 Streaks bei der ECC
05.05.06 Auftritt bei Berlin Thunder
21.04.06 All-Star Team Germany
21.03.06 DCM 2006 in Riesa
06.12.05 0,1 Punkte fehlen zum Titel
25.10.05 STREAKS sind German All-Stars
22.08.05 Neues vom Training
22.06.05 Streaks im Musikfernsehen
18.06.05 Cheerleader der Woche
13.06.05 Videodreh
06.06.05 Saisonbeginn 2005
22.03.05 DCM 2005 in Riesa
03.01.05 Es ist mal wieder soweit!
05.12.04 Ergebniße LM Berlin-Brandenburg
30.11.04 LM Berlin-Brandenburg in Frankfurt/Oder

